Programm
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Mittwoch 16. Mai 2012
20:15 Uhr
Regie: Roman Polanski
United Kingdom 1965
112 Min.
Das seltsame Paar George und Teresa, eine ehemalige Prostituierte lebt mit zahlreichen Hühnern in einer Burg an der englischen Küste. Die kokette Französin Teresa hat ein Verhältnis mit einem Jüngling aus dem Dorf. Zwei Gangster auf der Flucht verschanzen sich in der Burg und halten die Besitzer als Geiseln. Die Gangster haben ein Ding gedreht, das schief gelaufen ist. Sie rufen ihren Chef an, der herkommen und sie retten soll – doch dieser kommt nicht. Während dem vergeblichen Warten auf das Eintreffen des Gangsterbosses entspinnt sich ein makabres Spiel um Macht und Abhängigkeit. Die Absurdität steigert sich, als Freunde von George auftauchen und der eine Gangster von Teresa zur Tarnung den Gästen gegenüber als Butler ausgegeben wird. Die Warterei entwickelt sich in eine komplett andere Richtung, als es sich die beiden Gangster ausgemalt haben. Mehr Infos zum Film gibt es hier
Poulet aux prunes Poulet aux prunes
Poulet aux prunes
Poulet aux prunes
Mittwoch 6. Juni 2012
20:15 Uhr
Regie: Vincent Paronnaud, Marjane Satrapi
F/ D 2011
91 Min.
Nasser Ali Khan ist der beste Geigenspieler aller Zeiten. Trotz seines weltweiten Erfolgs ist er des Lebens müde und wünscht sich nur noch, so bald wie möglich in Würde zu sterben. Er findet, er habe allen Grund dazu: Seine geliebte Violine wurde zerschmettert, mit seiner Frau und seinen Kindern streitet er nur noch, und seine schöne Jugendliebe erkennt ihn nicht wieder. Der einstmals so fröhliche Nasser beschliesst deshalb, sich ins Bett zu legen und die Ankunft des Todesengels Azrael abzuwarten. Nassers reiches und wechselhaftes Leben zieht noch einmal an ihm vorbei, und am Ende wird klar, weshalb ihm die alte Geige so viel bedeutet hat. Die märchenhafte Comic-Adaption um einen Geigenspieler (Mathieu Amalric), der zu sterben beschliesst, ist kein düsterer Trickfilm über Irans wechselhafte Geschichte, sondern eine bunte Liebesgeschichte, der als phantasievoller Realfilm daherkommt, der aber mit zahllosen verspielten Trickfilm-Elementen durchsetzt ist.
Mehr Infos zum Film gibt es hier
Home Home
Home
Home
Mittwoch 20. Juni 2012
20:15 Uhr
Regie: Ursula Meier
F/ B/ CH 2008
95 Min.
Eine fünfköpfige Familie lebt seit Jahren in einem einzelnen Haus direkt neben einer halbfertigen Autobahn. Die schon seit zehn Jahren nicht weitergebaute Fahrbahn nutzt sie ganz selbstverständlich als Lebensraum und Spielfläche, das Leben ist fröhlich und unbeschwert. Eines Tages wird die Strecke jedoch überraschend fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben. Damit ist die seltsame Idylle abrupt zu Ende. Zunächst versuchen die Familienmitglieder, deren Weg in die Stadt nun von der Autobahn versperrt ist, sich auf unterschiedlichen Wegen mit der neuen Situation zu arrangieren, die sie zunächst noch amüsant finden, doch nach und nach werden sie von den Begleiterscheinungen des Verkehrs zur Verzweiflung getrieben. Sie bleiben. Schließlich vermauert der Vater Fenster und Türen und isoliert alle Außenwände mit Glaswolle, worauf es zwar still wird, aber in die so entstandene Festung, in der die Familie nun ohne Kontakt zur Außenwelt lebt, können weder frische Luft noch Licht gelangen.
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Tutti giù per Terra Tutti giù per Terra
Tutti giù per Terra
Tutti giù per Terra
Mittwoch 4. Juli 2012
20:15 Uhr
Regie: Davide Ferrario
Italien 1997
88 Min.
Walter ist 22 Jahre alt und noch immer Jungfrau, allerdings mehr aus fehlender Begeisterung als aus Mangel an Gelegenheiten. Nachdem er seine Jugend bei seiner freizügigen Tante Caterina in Rom verbracht hat, kehrt er widerwillig nach Turin zurück, zu seinem Vater, einem cholerischen Arbeiter und Kommunisten und seiner depressiven Mutter, die schon seit Jahren kein Wort mehr gesprochen hat. Um auf neue Gedanken zu kommen, besucht Walter Philosophie-Vorlesungen an der Universität, aber eigentlich gehen ihm die Studenten genauso auf die Nerven wie die Bürger, deren Wohlstand er bitter ironisch kommentiert. Als er mit einigen Jahren Verspätung zum Militärdienst einberufen wird und einen ersten Eindruck von Korruption und Vetternwirtschaft bekommt, beschliesst er, auch offiziell ein Verweigerer zu werden. Seinen Zivildienst leistet er in einem heruntergekommenen Zentrum für soziale Eingliederung von Immigranten, speziell von Zigeunern.
Svet-Ake (The Light Thief) Svet-Ake (The Light Thief)
Svet-Ake (The Light Thief)
Svet-Ake - The Light Thief
Mittwoch 22. August 2012
20:15 Uhr
Regie: Aktan Arym Kubat
Kirgisistan 2010
80 Min.
Alle nennen ihn nur Svet-Ake (Herr Licht). Er ist der Elektriker des Orts, aber für viel mehr als nur für den Strom zuständig. Die Leute rufen den hilfsbereiten Mann zur Lösung der unterschiedlichsten Probleme, angefangen beim elektrischen Kurzschluss bis hin zum Beziehungskurzschluss. Egal, ob es die sind, die die ganze Energie einer Stadt kontrollieren wollen, oder jene, denen die Energie zum Leben fehlt: Svet-Ake ist immer zur Stelle mit praktischer Hilfe und Rat - auch wenn er mitunter das Gesetz arg strapazieren muss. Da wird aus schierem Mitleid auch mal ein Stromzähler rückwärts eingestellt, so dass der bedürftige Benutzer statt der hohen Stromrechnung eine Gutschrift vom Elektrizitätswerk ausbezahlt bekommt. Doch Gutherzigkeit wird in einem Land, das mitten im politischen Umbruch steckt, nicht automatisch belohnt. Svet-Ake beschreibt auf vergnüglich lockere Art den Alltag im unabhängig gewordenen Kirgisistan und zeigt, dass die Menschen auch lernen müssen, mit der Freiheit umzugehen.
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Serda 19.7.1961 Serda 19.7.1961
Serda 19.7.1961
Serda 19.7.1961
Mittwoch 5. September 2012
20:15 Uhr
Regie: Viktor Kossakowski
Russland 1997
90 Min.
Mittwoch, der 19.7.1961. Es ist Sommer in Leningrad. Die Welt ist warm eingebettet im Kalten Krieg. Es ist ein ganz gewöhnlicher Tag. An diesem Mittwoch im Juli 1961 werden in Leningrad 51 Mädchen und 50 Jungen geboren. Einer davon ist Victor Kossakovsky. Mehr als 30 Jahre später – die Stadt heisst jetzt wieder St. Petersburg – beginnt Kossakovsky, die anderen zu suchen, alle diese Menschen, die ihr Leben am selben Tag begannen wie er selbst. Ein Jahr brauchte er dazu. Einige leben nicht mehr, andere sind weggezogen oder ausgewandert. Aber mehr als die Hälfte lebt noch in St. Petersburg und Kossakovsky hat sie mit der Kamera besucht. Da gibt es solche mit vielen Kindern und solche, die einsam leben; solche die arm und solche, die erfolgreich sind. Dicke und Dünne. Patienten und Ärzte. Künstler und Knastbrüder, Linksgerichtete und Rechtsgerichtete, Gläubige und Gottlose. Sie haben nur eines gemeinsam: Sie sind exakt gleich alt.
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Peepli (live) Peepli (live)
Peepli (live)
Peepli (live)
Mittwoch 19. Septmber 2012
20:15 Uhr
Regie: Anusha Rizvi
Indien 2010
104 Min.
Unsere Medien rennen immer hinter neuen Sensationen her und scheinen jede Krise zu lieben. In der indischen Komödie «Peepli (live)» führt uns eine ehemalige Journalistin vor Augen, wie gern die Medien das Geschehen auch beeinflussen, wenn sie am Ende ihre Schlagzeile wittern oder den vermeintlichen Skandal. Diese Geschichte spielt in einem friedlichen indischen Bauerndorf, in dem die Familien zuwenig zum Leben und zuviel zum Sterben haben. Der Bauer Natha kämpft ums Überleben von Frau, Mutter, Bruder und Kindern, als sich ein Ausweg aus der Misere abzeichnet: Die Regierung hat ein Programm eingerichtet, das Hinterbliebene entschädigt, wenn ein Bauer sich umbringt. Das könnte man ja auch offensiv nutzen, einer aus Nathas Familie könnte sich umbringen, damit die anderen etwas verdienen. Die Medien, die gerade den lokalen Wahlkampf begleiten, bekommen Wind von der Idee, und plötzlich wird der geplante Bauernselbstmord zum Thema Nummer eins. Man will den Bauern nicht retten, man will derjenige sein, der live dabei ist, wenn er es tut.
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Happy-Go-Lucky Happy-Go-Lucky
Happy-Go-Lucky
Happy-Go-Lucky
Mittwoch 3. Oktober 2012
20:15 Uhr
Regie: Mike Leigh
England 2008
118 Min.
Die lebenslustige Primarschullehrerin Poppy, kurz für Pauline, lässt sich durch nichts unterkriegen und kann sogar über Schmerzen nur lachen. Als ihr das Fahrrad gestohlen wird, bedauert sie vor allem, dass sie sich nicht davon verabschieden konnte. Aber Poppy ist nicht nur leicht abgedreht, sie ist auch extrem anteilnehmend und eine wunderbare Freundin. Zusammen mit der Berufskollegin Zoe wohnt Poppy in einer Wohnung, feiert an den Wochenenden und philosophiert über das Leben. Weil das Fahrrad entwendet worden ist, nimmt Poppy Fahrstunden. Ihr Lehrer ist der griesgrämige Scott, der sich nicht nur als paranoid, sondern auch als rassistisch herausstellt. Doch Poppy versucht sogar ein Lächeln in seinen Alltag zu bringen. «Happy-Go-Lucky» ist eine herzhaft ehrliche Komödie über die sympathischste Leinwandfigur seit langem.
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Incendies Incendies
Incendies
Incendies
Mittwoch 17. Oktober 2012
20:15 Uhr
Regie: Denis Villeneuve
Kanada 2010
130 Min.
Wenn die eigene Mutter stirbt, ist damit ein Lebenskapitel beendet, unwiederbringlich. Für die Zwillinge Jeanne und Simon Marwan allerdings beginnt erst mit der Testamentsöffnung eine Geschichte, von der sie bisher nichts ahnten: Ihre Mutter Nawal war in den Jahren vor ihrem Tod eine schweigsame Frau, eine Einwanderin aus dem Nahen Osten, die ihre Kinder alleine in Kanada großzog und nie über die Vergangenheit sprach. Doch dann überreicht der Notar den Geschwistern zwei Briefe: Der eine Brief ist an den Vater gerichtet, von dem sie dachten, er sei längst tot. Und der andere ist für einen völlig unbekannten Bruder. Jeanne weiß, was sie zu tun hat: in die Heimat der Mutter fahren, in den Libanon. Hier wird sie Antworten auf jene Fragen finden, die sich ihr nun brennendheiß stellen. Simon, dessen Verhältnis zur Mutter distanziert war, begleitet seine Schwester. Und gemeinsam finden sie die Wahrheit über jene außergewöhnliche, mutige Frau heraus, die sie beide geboren hat. Eine Frau, die im Krieg Unbegreifliches erlebt hat, und die so gar nicht ihrer Mutter zu ähneln scheint ...
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Chrigu Chrigu
Chrigu
Chrigu
Mittwoch 7. November 2012
20:15 Uhr
Regie: Jan Gassmann, Christian Ziörje
CH / D 2007
«Lass uns zusammen einen Film machen, ich steig dann irgendwann aus.» Der Film Chrigu erzählt die Geschichte von Christian Ziörjen, bei dem im Alter von 21 Jahren im Nacken ein Tumor im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird, ein Ewing-Sarkom. Seither kämpft „Chrigu“ um sein Leben. Zusammen mit Jan Gassmann entschloss er sich, einen Film zu drehen. Die 90-minütige Dokumentation porträtiert ihn mit seinen engsten Freunden und Familie. Der Umgang mit der tödlichen Krankheit wird mit harten Schnitten dargestellt, aufgelockert durch Zwischenschnitte aus glücklichen Tagen, Partys und Konzerten. Untermalt wird der Film mit Musik der Hip-Hop-Band Mundartisten, Chrigus Freunde. Im Angesicht des Todes betont der Film und seine Protagonisten den Wert des Lebens umso intensiver. «Chrigu» ist ein kraftvoller Film über Selbstfindung und Abschied, Schwäche und Schmerz mit einer Anteilnahme, die von Freundschaft getragen wird.
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Dolls
Mittwoch 21. November 2012
20:15 Uhr
Regie: Takeshi Kitano
Japan 2002
113 Min.
Ein junger Mann namens Matsumoto löst die Verlobung mit seiner Verlobten Sawako, um die Tochter eines Firmenpräsidenten zu heiraten. Daraufhin begeht diese einen Selbstmordversuch und bleibt geistig weggetreten. Matsumoto rettet sie aus dem Krankenhaus und bindet sie mit einem dicken roten Seil an sich. Beide wandern durch Japan und werden von den Leuten angestarrt und ausgelacht. Der zweite Handlungsstrang handelt von einem Mann namens Nukui, der besessen von der Popsängerin Haruna Yamaguchi ist. Als Haruna einen schweren Autounfall erleidet und auf einem Auge zu erblinden droht, blendet Nukui sich selbst, um ihr nahe sein zu können und das Bild ihrer Schönheit vor dem Unfall in sich zu bewahren. Der dritte Handlungsstrang handelt von einem alten Yakuza-Boss namens Hiro, der sich nach 30 Jahren an seine Jugendliebe erinnert. Als er in den Park geht, wo sie sich früher trafen, merkt er, dass diese immer noch ihr Versprechen einhält, jeden Samstag mit einem Imbiss auf ihn zu warten.
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